Blick ins Buch

Über das Buch

Mit lässigem Charme zeigt Felix Scheinberger, wie man Skizzen mit einem Hauch Farbe würzt. Er gibt praxiserprobte Tipps zum Lasieren und Lavieren und verrät, wo die Wasserfarben wachsen. Mit lesenswerten Farbgeschichten weckt er Lust auf Wasserfarbe.

Weil die immer ein wenig macht, was sie will, ist dieses Buch keine Mal-Anleitung, sondern der humorvolle Versuch einer widerspenstigen Zähmung auf der Suche nach der richtigen Mischung aus »Steuern« und »Laufen lassen«. Denn richtig gut sind Bilder oft erst, wenn sie uns mit ein bisschen Anarchie überraschen. Darin liegt ihre Kraft. Darin liegt der entscheidende Unterschied zum Foto.

Was steckt drin?

Praxiserprobte Tipps, wie man Skizzen mit Farbe Leben einhaucht.

Spannende Erkenntnisse und anregende Farbgeschichten und eine Farblehre. Beides macht Lust, Farben zu sammeln.

Eine heitere Einführung ins Lasieren und Lavieren.

Tipps und Ticks, Anregungen und Hinweise zu sinnvollen Werkzeugen, zum Improvisieren und zu kostengünstigen Alternativen.

Lust aufs Kleckern statt Klotzen.

Jeder Umschlag ein Unikat – echt jetzt?

Als es darum ging, das Cover dieses Buches zu gestalten, haben wir viele Extrarunden gedreht. Viele Entwürfe verworfen. Uns immer wieder getroffen. Irgendwann bei den für unsere Treffen typischen gemeinsamen Spaghetti-Essen kam die Idee, die Bücher einfach mit Wasserfarbe zu bemalen. Niemand hatte das ernsthaft vorgeschlagen, es stand plötzlich im Raum, eine Schnapsidee bei einem Glas Wein.

Solche Ideen hat man oft und meist kommt dann eine innere Stimme, die sagt »jetzt spinnst du aber«. In unserem Fall zückten Felix und Bertram die Taschenrechner: Felix, um zu berechnen, was die Farbe kosten würde, die das braucht. Bertram, weil er wissen wollte, wie viel Fläche 3000 Bücher wohl zum Trocknen bräuchten.

Um Träume zu leben braucht man gute Partner. Schmincke stellte uns die Farben. Mit Schmunzeln, Be- und ein bisschen Verwunderung. Reiner Vettermann ließ uns die tolle Buchbinderei Schaumann  seit der ersten Auflage mehrfach zum Atelier umnutzen.

Wenn Sie das nächste Mal denken »das ist doch verrückt«, denken Sie an Felix und uns: Manchmal ist, was verrückt scheint, nur ein irres Vergnügen – für den Leser.

Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Intro
Wasserfarbe – eine (un)coole Technik?
Ein Bild für den Kaiser
Gummi arabicum – Wo die Wasserfarben wachsen
Pigmente – Der Stoff, aus dem die Träume sind
Gelb & Orange – Von Kühen und Krokussen
Rot & Violett – Von Läusen und Schnecken
Blau – Von Lapislazuli, Indigo & Waid
Grün – Nicht allein die Farbe des Lebens
Zwischen Zeichnung und Kolorierung
Kapitel 2 Erste Gehversuche
Es geht auch anders, doch so geht es auch – Gestalten heißt Entscheiden
Erste Gehversuche – Schatten & Licht
Dreimal schwarzer Kater – Mit Tusche lasieren
Schicht um Schicht – Lasur
Lasur und optische Farbmischung
Lasieren üben – Fischsuppe
Lavieren – Die Farbe macht ja, was sie will!
Verlaufstechniken
Lavieren – Mit Gefühl!
Hin und weg
Nass in Nass
Sowohl als auch versus die reine Lehre
Kapitel 3 Exkurs Farbtheorie
Farben sind Oberflächen – Eine physikalische Zwischenbemerkung
Farben ordnen
Farbkontraste
Farbkonzepte – Von Comics und Ikonen
Farbkonzepte – Licht und Realfarbigkeit
Ich fühle was, was Du nicht siehst …
Wie Farben wirken – Rot ist die Liebe?
Farbharmonien – Einfach und komplex
Analoge, monochrome & komplementäre Harmonien
Triadische & tetradische Harmonien
Kalt-kalte & warm-warme Harmonien
Farben sammeln
Farbklänge entwerfen – Arbeiten mit Farbcodestreifen
Jeder ist in seiner eigenen (Farb)Welt
Farbperspektive – Von den blauen Bergen kommen wir
Kapitel 4 Der eigene Stil
Weniger ist mehr
Ich und die anderen – Der eigene Stil
Eigener Stil versus Kreativität
Beiläufigkeit versus Ich muss, ich muss – Mal locker etwas hinwerfen
Neues Erschaffen versus Vorhandenes googeln – Wer nicht sucht, der findet
Bei der Sache sein
Prioritäten
Kapitel 5 Basics / Werkzeuge
Farbkästen
Aquarellstifte
Welche Farben kaufe ich mir? – Sinnliche & sinnvolle Farbsortimente
Farben mischen
Mischen impossible – Quietschbunt
Wasserfarbe pimpen
Flüssige Wasserfarbe – Richtig bunt, aber schnell verblasst
Into the wild – Pinsel
Noch mehr Pinsel
Papier – Es geht auch preisgünstig
Papier aufziehen – Die Dauerwelle
Der Inhalt meiner Tasche
Kapitel 6 Unterwegs
Outdoor – Schlechtes Wetter
Perspektivwechsel – Der andere Blick
Wasser malen
Luft, Nebel, Rauch
Smog & Atmosphäre
Was heißt hier schön?
Kapitel 7 Tipps & Tricks
Komposition und Bildgestaltung
Klecks & Co.
Negativraum – Das Unsichtbare mitgestalten
Spezialfall Weiß – Aussparen statt Decken
Vorzeichnungen und Entwürfe übertragen
Undo
Mitteln – Arbeiten aus einer Farbe
Vermitteln mit farbigem Papier
Spezialeffekte
Pinselschriften
Layout, Scribble & Storyboard
Aquarell-Illustrationen
Wie viel ist Ihr Bild wert?
Alles hat ein Ende – Wann ist ein Bild fertig?
Impressum

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