Blick ins Buch

Inhaltsverzeichnis
Prolog - Warum Tiere zeichnen
Warum Eisbären keine Pinguine (mehr) fressen
Kälte und Kitsch
Die Macht der Bilder
Ausblick: Kultur als neue Natur?
Tiere in der Stadt
Into the Urban Wild
Tiere im Garten
Im Zoo
Variatio delectat?
Zoos - die es nicht geben sollte
Fotos | Abzüge | Bilder
Am falschen Platz
Museen
Wo Sie Ihre Motive antreffen
Ein Leben auf den Zehenspitzen
Die Pferdepantomime
Zehengang und Sohlengang
Rote Socken
Form follows function
Alles fließt
I like to move it - move it!
Pass- und Kreuzgang
Der Vogelflug
Fell | Schuppen | Federn | …
Wie funktioniert das Tier?
Wege in die Abstraktion
Pareidolie kreativ nutzen
Mustererkennung oder »Pareidolie«
Annäherung an Figuren durch assoziative Muster
Skizze versus Detail?
Etwas Neues
Mehr als die Summe der einzelnen Teile
Fleckentiere Zoo
Focus
Farbe und Reduktion
Instagram Filter
Bildkomposition
Malen Sie eine Katze ins Bild
Leichter Tiere zeichnen
Eklige Tiere?
Noch eine Bemerkung zu ekligen Tieren
Körperkanon und Kindchenschema
Carneval Bizarre
Der Herr der Fliegen
Anthropomorph
Wo die wilden Kerle wohnen
Die verschwundenen Riesen
Das Schweigen im Weltall

Tiere zeichnen und verstehen

Tiere zeichnen heißt: Genau hinschauen. Bewegungen und Verhalten studieren. Anatomie verstehen. Texturen von Fell, Haut, Schuppen oder Schnäbeln erkennen. Eine Beziehung zum Tier aufzubauen.

Was zählt, ist nicht nur das Ergebnis, also das Tier-Portrait, sondern auch der Prozess der Annäherung. In beidem liegt der Reiz. Wer sich einmal auf den Weg in die Welt der Tiere gemacht hat, den wird der Reichtum an Arten, die Vielfalt der Charaktere und die Faszination des Beobachtens nicht mehr loslassen. Tiere zeichnen erschließt Ihnen einen neuen Zugang zu unseren Mit-Lebewesen.

Das neue Buch von Felix Scheinberger ist nicht nur eine Schule des Sehens, nicht nur ein Buch mit wertvollen Praxis-Tipps und Profi-Tricks zum Zeichnen von Tieren, sondern auch ein Plädoyer für ein respektvolleres Miteinander von Mensch und Tier.

Darin liegt der Mehrwert dieses Buches

Im Gegensatz zur Fotografie können wir nur zeichnen, womit wir uns intensiv beschäftigen, was wir wirklich verstanden haben. Wozu wir eine Meinung, eine Beziehung aufgebaut haben, im besten Fall eine wertschätzende. Zeichnen braucht Zeit. Das ist ein Wert in gehetzten Multitasking-Zeiten.

Zeichnen geht nicht ohne Emotionen. Das verändert die Wahrnehmung unserer Mit-Lebewesen. »Gib dem Tier einen Namen«, empfiehlt Felix Scheinberger, denn Tiere sind Persönlichkeiten. In Zeichnungen fließt dieser Charakter, das Typische genau dieses Tieres mit ein. Zeichnend nehmen Sie Einfluss darauf, wie andere dieses Tier erleben. Sie treffen eine Aussage. Sie öffnen Augen. Ihre. Und die anderer.

Mehr als eine Zeichenschule

Felix Scheinberger hat als Professor und Erfolgsautor tausenden Kreativen die Angst vorm weißen Blatt genommen und die vor der ersten Seite des funkelnagelneuen Skizzenbuchs. Er steckt weltweit mit seiner Zeichenfreude an. Führt niederschwellig ins Zeichnen ein. Gibt bewährte Tipps. Er schreibt mitreißend und weckt Zeichenlust.

In diesem Buch aber steckt noch mehr. Als Felix Scheinberger begann, Tiere zu zeichnen, veränderte sich sein Verhältnis zu unseren Co-Kreaturen. Ähnlich wie Jonathan Safran Foer es in seinem Erfolgstitel »Tiere essen« beschreibt, verlieren wir durch die Annährung an unsere Mit-Lebewesen die Blindheit und Ignoranz ihnen gegenüber. Wer einmal richtig hingeschaut hat, kann nicht mehr nicht sehen. Wer stundenlang ein Tier portraitiert hat, steht anschließend in einer Beziehung zu ihm.

»Die Haltung, die Sie Ihren Modellen entgegenbringen, wird sich in Ihren Bildern spiegeln.«

Tiere zeichnen ist deshalb auch ein politisches Buch. Es ist ein Plädoyer gegen Ignoranz und Arroganz unseren tierischen Verwandten gegenüber. Und es öffnet uns die Augen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Warum essen Eisbären keine Pinguine?

So lautet eine gängige Geografie-Witz-Frage. Die Antwort ist weniger witzig: Das Nordpol-Pendant zum Pinguin, der Riesenalk, ist seit knapp 200 Jahren ausgestorben. Von Menschenhand ausgerottet. Felix Scheinberger greift diesen Fakt nicht von ungefähr in seinem Buch auf. Tiere zeichnen ist auch eine Liebeserklärung an die Artenvielfalt. Und eine Mahnung an den Menschen, die Idee von der Krone der Schöpfung abzulegen …

Zur Ausstattung und Gestaltung

Tiere zeichnen und verstehen
168 Seiten mit unzähligen farbigen Illustrationen
Format 17 x 24 cm
Fadengehefteter Halbleinenband
Siebdruck auf Colorplan von Römerturm,
zweifarbig foliengeprägt
mit in Blindprägung eingeklebtem Zwei-Komponentenharz-Bleistiftstummel (Doming-Effekt) als Eulen-Nase

Sie können das Buch hier im Shop, in Ihrer Lieblingsbuchhandlung oder online auf genialokal.de bestellen.

Leseprobe

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