Blick ins Buch

Inhaltsverzeichnis
Prolog Sedimentschichten aus Zeit
Teil 1 Lost Purpose
… in dem mir in Mitten meines fragmentierten und digitalisierten Alltags Zweifel kommen.
Fühlt sich so die neue Arbeitswelt an?
Ist das die Digitalisierung mit ihren grenzenlosen Möglichkeiten?
Intermezzo I - Vernetzte Weisheit
Teil 2 Generation One
… in dem ich auf eine echte und gedankliche Reise mache.
Wie hat das alles angefangen:
- die Entdeckung des viruellen Raumes
- das Ende der alten Weltbilder
- der Rausch und der Hype
- der Riss in der Wirklichkeit
- die Suche nach dem eigenen Ich?
Und wo hat es uns heute hingeführt?
Intermezzo II - Kerbe in der Wirklichkeit
Teil 3 Big Picture
… in dem ich ein größeres Bild auf unsere Zeit gewinne
- auf die Strukturen unseres Zusammenarbeit
- des digitalen Raums
- und unseres Denkens.
Wie sehen die neuen Denk- und Handlungsmodelle des Digitalzeitalters aus?
Epilog Wir Internetkinder oder: Die schwebende Generation
Meine kurze Geschichte es Digitalzeitalters
Literatur zum Weiterlesen

Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation

Mit einem Bein im analogen – und einem im Digitalzeitalter.

Jede junge, hungrige Generation rüttelt am Status Quo und will die Welt neu erfinden. Den in den Siebzigerjahren Geborenen fiel die Chance vor die Füße, als sich vor ihnen der virtuelle Raum auftat.

Dringt man jedoch heute durch die Zuckerschicht des Likens, Folgens, Teilens und fröhlicher Emojis, zeigt sich was aus dem Internet, diesem unbekannten Kontinent, geworden ist, zu dem wir mit blinder Begeisterung aufgebrochen sind: Ein kalter, kontrollierter und kommerzieller Ort, durchdrungen von Superstrukturen, in denen wir gefangen sind.

Zeit für eine kritische Selbstreflexion. Zeit, aus dem Hamsterrad der New Economy auszubrechen, dem langsamen Denken wieder seinen Raum zu geben und zu erkennen: »Wenn wir die Chance nutzen, dann muss unsere Zeit kein Höllenritt auf der Exponentialkurve der digitalen Transformation sein – wer will das schon? Vielmehr können wir sie dann als das Zeitalter sehen, in dem sich der Wissenskreislauf schließt.«

Ein Generationenbuch

Julia Peglow zählt zu den Vorreiter*innen der Digitalisierung. Sie war dabei, als experimentierfreudige Studierende ihre Professor*innen »alt aussehen ließen«, weil sie die Welt kaum noch verstanden. Als aus analoger Gestaltung User Interfaces wurden. In namhaften Agenturen legte sie eine steile Karriere hin. Sie erlebte die große Party der Creative Class im Berlin der Jahrtausendwende. Gestaltete sie mit.

Aber wie bei jeder Party: irgendwann kam der Kater. Der heiße Ritt auf der Exponentialkurve der Digitalisierung fegte sie von Meeting zu Meeting, von Kontinent zu Kontinent, aber nicht mehr zu neuen Ideen. Sie wagte den Schritt aus dem Hamsterrad und die Entdeckung der Langsamkeit. Im Lesen, Schreiben und Denken ging sie dem Phänomen Digitalisierung auf den Grund und erkannte: Sie steckte nicht in einer persönlichen Digitalsinnkrise, vielmehr haben sich digitale Geschäftsmodelle verselbständigt. Nicht mehr sie sind das Produkt, das den Menschen dient, wir dienen.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

In immer neuen Runden enttarnt sie die süßen, süchtig machenden Aufmerksamkeits-Räuber der Netzkultur, hinterfragt Arbeitsmodelle und alten Absolutismus, der so ganz und gar nicht in die neue Zeit passen will.

»Der Weg der Veränderung ist viel anstrengender, als dass es mit der Anschaffung technologischer Tools getan wäre: Er führt tief in die Strukturen – bis hinunter in die Baupläne. (… ) Wir müssen uns vom Diktat der alten Unternehmensstrukturen befreien und einen neuen Weg finden. Den Dingen den Raum geben, sich entwickeln zu können. Den Flow zulassen und sehen, wo er uns hinführt – ohne das Ziel vorher bestimmt zu haben. Nur so kann etwas wahrhaft Neues entstehen. – Trust the process.«

Julia Peglow nimmt Sie mit auf einen Weg zu neuem Denken und eine neue Sichtweise auf unsere Zeit.

»Auserwählte Zeit oder nicht – Fakt ist: es gibt keine unaufhaltsame Zukunft, der wir hoffnungslos ausgeliefert sind. Denn wir sind es, die sie schreiben! Die einzige Voraussetzung ist, dass wir ab und zu unseren Geist öffnen und die Echokammern erkennen, in denen wir stecken: Die Sichtweise unserer Generation. Die Sichtweise unserer Zeit. Ab und zu ist es heilsam, uns unserer eigenen Blindheit bewusst zu werden. Und zu erkennen, dass wir nicht auf alles eine Antwort haben. Dass wir die wirklich wichtigen Antworten nicht von Google bekommen. Sondern, dass es darum geht, die richtigen Fragen zu stellen.«

Zu Gestaltung und Ausstattung

Wenn eine Zeitzeugin und Protagonistin der Digitalisierung und die Autorin des Blogs diary of the digital age ein Buch (!) schreibt, dann muss das natürlich ein besonders schönes Buch werden. Katrin Schacke hat gestaltet, Selina Günther und Liesbeth Trinler feilten an Mikrotypografie und Zeilenfällen und CPI in Ulm druckt drei Sonderfarben auf edlem Recyclingpapier. Alles, damit Sie dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen.

Wir Internetkinder
Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung
und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation
Gestaltung: Katrin Schacke
304 Seiten mit fünf ganzseitigen Illustrationen
durchgehend in drei Sonderfarben gedruckt (dunkelblau, salbeigrün und neonviolett)
Format 15 x 22 cm
Flexcover mit silberner Prägung
beigelegtes salbeifarbenes Lesezeichen

Zum Weiterhören:

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Es gibt keine unaufhaltsame Zukunft,
der wir hoffnungslos ausgeliefert sind.
Denn wir sind es, die sie schreiben!

Julia Peglow

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