Blick ins Buch

Über das Buch

Der Leitfaden für digitale Markenprojekte

Branded Interaction Design (BIxD) – die markengerechte Gestaltung interaktiver Anwendungen – geht weit über die visuelle Gestaltung hinaus. Digitale Touchpoints sind integrale Bestandteile aktueller Markenkommunikation. Die Anzahl und Form dieser Marken-Kontaktpunkte wächst rasant. Sie kohärent im Sinne der Marke zu bespielen, stellt Unternehmen und Agenturen vor neue Herausforderungen. Komplexe User-Experience-Designs entstehen nur in einem Workflow, der Konzeption, Gestaltung und IT eng verzahnt und konsequentes Prototyping und Testing integriert. Das verändert den Agenturalltag. Und das Berufsbild des Designers.

Katja Wenger und Marco Spies begleiten mit ihrer Agentur think moto namhafte Unternehmen auf dem Weg durch die digitale Transformation. Sie wissen, wie man Marken im digitalen Raum glaubwürdig erlebbar macht und die User-Experience im Sinne der Marke plant und gestaltet. Sie kennen die Unternehmensseite aus eigenen Start-up-Erfahrungen und geben dieses Wissen weiter.

Profund und praxisnah. Strukturiert und verständlich. Mit Checklisten, Handwerkszeug und wertvollen Praxistipps.

Das Ziel von Branded Interaction Design ist es, ein gleichwertiges Markenerlebnis über die unterschiedlichsten Marken-Kontaktpunkte zu schaffen. Marken sind Lebewesen, sie verändern sich ständig. Deshalb ersetzen flexible, identitätsstiftende Gestaltungssysteme zunehmend das klassische logo-zentrierte Corporate Design. Das Spektrum der zu gestaltenden Marken-Signaturen wird weiter. Am Ende zählt die Summe der Interaktionen mit einer Marke. Die sinnvoll zu orchestrieren ist eine komplexe, multidisziplinäre Aufgabe, in deren Zentrum immer die Bedürfnisse und das Verhalten der Nutzer stehen sollten. Dieses Buch ist Anleitung, Hilfe und Inspiration für alle, die sich mit der Gestaltung interaktiver Anwendungen für Unternehmen und Marken beschäftigen. Es richtet sich an Einsteiger und Profis, an Kreative und Markenverantwortliche, an Einzelkämpfer und Gestalter in großen Agenturen. Es vermittelt Praxiswissen und gibt Denkanstöße für eine neue Zeit.

Der Nachfolger des Erfolgstitels »Branded Interactions« in erweiterter und aktualisierter Neuausgabe

Seit dem Erscheinen der international erfolgreichen ersten Ausgabe dieses Buches vor einigen Jahren sind Briefings offener, Projekte komplexer und Teams agiler geworden.

Die grundlegenden Phasen des BIxD-Prozesses sind geblieben:
  • Nur wer weiß, was ein gutes Briefing beinhalten sollte, Budgets und Teams adäquat plant, legt ein solides Fundament für das Projekt.
    Das Kapitel Setup thematisiert deshalb Briefing, Teamkonstellationen, Zeitplanung, Budgetplanung und die technischen Rahmenbedingungen des Projektes.
  • Nur wer die Marke und ihre Kunden versteht, kann markengerecht gestalten.
    Das Kapitel DISCOVER stellt Untersuchungsmethoden vor, die dem Designteam helfen, Business, Marke und Nutzer zu verstehen, die User Insights zu destillieren und zu gewichten.
  • Nur wer weiß, wen er erreichen will und wie die Zielgruppe »tickt«, kann gute Ideen entwickeln.
    Das Kapitel DEFINE beschreibt, wie aus Zielen Maßnahmen werden, wie Sie die wichtigsten Marken-Kontaktpunkte identifizieren und welche strategischen Modelle zur Positionierung einer Marke Sie nutzen können.
  • Nur wenn es gelingt die User-Experience zum unvergesslichen Markenerlebnis zu machen, bleibt der volatile Kunde hängen.
    Das Kapitel DESIGN steht – wie sollte es anders sein – im Zentrum des Buches. Hier spielen Design-Sprints, Prototyping und das Look & Feel im Mittelpunkt des Prozesses.
  • Nur wenn die Stakeholder der Marke die Touchpoints »füttern«, lebt die Marke. Dafür brauchen sie einen Rahmen, der Klarheit bringt, ohne zu sehr einzuengen.
    Das Kapitel DELIVER beschreibt, wie Sie Styleguides und User-Experience-Guidelines erstellen.
  • Nur wenn dies über alle Anwendungen und Märkte kohärent geschieht, zahlt BIxD auf die Marke ein. Am Ende des BIxD-Prozesses steht die Bereitstellung des Designs für die Anwendung in der Praxis, darum geht es im Kapitel DISTRIBUTE.

Gleichzeitig haben sich wesentliche Dinge weiterentwickelt:
  • Nur agile Briefings, Prozesse und Teams sind in der Lage, die Komplexität lebendiger Markenführung heute zu managen.
  • Nur mit konsequentem Prototyping lassen sich hochkomplexe Entwurfsprozesse darstellen und testen.
  • Nur tiefes Markenverständnis und echte Empathie sind in der Lage, Touchpoints zu schaffen, die bewegen.
  • Nur wer den Mut hat, sich mit den Kunden auf Augenhöhe in den Dialog zu begeben wird als Marke Herzen erobern.
  • Nur wer neue Touchpoints wagt, selbst wenn der Return on Invest ungewiss ist, wird neues Terrain für seine Marke erschließen.

Dieses Buch sollte eine Überarbeitung des Erfolgstitels werden. Es wurde ein neues Buch. Für eine neue Zeit. Für Ihren Erfolg in dieser Zeit.

Dieses Buch ist gleichzeitig aber auch Zeugnis einer neuen Unternehmenskultur. Etablierte Marken und Agenturen orientieren sich an Start-ups. Sie versuchen, innerhalb bestehender Strukturen und Hierarchien neu zu denken. Sie ahnen, dass die Zeit des Proklamierens von Botschaften vorbei ist und Kunden Marken heute danach beurteilen, wie sie mit ihnen interagieren. Sie ahnen, dass Konsistenz in einer beinahe unüberschaubaren Zahl an lebenden Marken-Touchpoints nicht mehr das Ziel sein kann und Kohärenz das Ziel sein muss. Sie erleben, dass Design eine Schlüsselrolle in der digitalen Transformation übernimmt: Die, Veränderung sichtbar zu machen. Und sie sehen, dass die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen in einer Welt der Zahlen Wunder bewirken kann. Deshalb ist dieses Buch sehr viel mehr als ein Leitfaden für digitale Markenprojekte.

Zu Gestaltung und Ausstattung

Die Gestaltung des Buches verdanken wir wieder Katrin Schacke. Die Herausforderung, den Titel als überarbeitete Neuausgabe einerseits durch Ähnlichkeit, andererseits durch Neues zu positionieren, hat sie gern – und unserer Meinung nach – hervorragend angenommen. Vor allem aber hat sie Grafiken und Schaubilder geschaffen, die helfen, komplexe Zusammenhänge anschaulich herunter zu brechen und erinnerbar zu machen. Einen kleinen Einblick zum Blättern finden Sie hier!

Branded Interactions
Lebendige Markenerlebnisse für eine neue Zeit.
Das Standardwerk zur Markenführung in der digitalen Transformation.
Gestaltung: Katrin Schacke
360 Seiten
mit über 300 Abbildungen, Diagrammen, Musterformularen und Piktogrammen.
Durchgehend in drei Sonderfarben gedruckt.
Format 20 x 26,5 cm
Fadengeheftete leuchtweiße Steifbroschur mit rundem Rücken mit zweifarbigem Siebdruck, zweifarbiger Softouch-Überzug, mit dreiseitigem türkisgrünen Blattschnitt.

 

 

Inhaltsverzeichnis
Intro
Einführung
Kapitel 1 Setup. Das Projekt planen
1. Das Briefing
Rahmenparameter im Briefing
Re-Briefing
Offenes Briefing
2. Das Team
Größe und Zusammensetzung von Teams
Agile Teamstruktur
Teamaufstellung als Taktiktafel
Rollen im Team
3. Die Projektplanung
Sieben Schritte bei der Projektplanung
4. Die Technik
Austausch mit der Technikabteilung
Techniker haben die Systemsicht - Designer die Nutzersicht
Microservices und Lean & Agile Design
Prozess. Rückgrat des Projekts.
1. Workflow_Modelle
2. Branded Interactio Design Prozess
Die 5 Phasen des BIxD Prozesses
3. Agile
Haltung
Gemeinsamkeiten von Agile und Lean
Agilität bedeutet mahr Planungssicherheit - nicht weniger
Mehrere Projekte gleichzeitig agil führen
Kapitel 2 DISCOVER - Research und Analyse
1. Das Geschäft verstehen
Stakeholder Analyse
Kick-off-Workshop
Workshop Facilitation Kit
Fokusgruppen
Stakeholder Interviews
Questionnaire
Umfragen
Der Elevator Pitch als Rollenspiel
Content und Service-Audits
Card Sorting und Tree Testing
Wettbewerbs-Audit und Benchmark-Analyse
Produktanalyse
Rist/Reward: Nutzerverhalten in Produktkategorien
Data & Analytics
Vom Was passiert? Zum Warum passiert es?
Daten und Intuition
Sekundär-Research zum Thema
2. Die Marke verstehen
Markenpersönlichkeit
Markenarchetypen
Markenarchitektur
CD/CI evaluieren
UI Inventory
3. Den Nutzer verstehen
UserInsights
Empathie
Mentale Modelle
Zielgruppenanalyse und Segmentierung
Zielgruppe ist nicht gleich Zielgruppe
Personas
Persona Moodboard
What's in your bag?
Personas vs. reale Nutzer
Jobstobedone
Job Stories und UserStories dokumentieren
Use Cases und Nutzerszenarien
A day in the life of ...
Shadowing
Cultural Probes und Nutzertagebücher
User Research Kit - eine Einkaufsliste
Personas und Szenarien im weiteren Prozess
4. Ziele setzen
Zielmatrix
Anforderungen dokumentieren
User Stories ...
... und Job Stories
Epics
Fazit
Kapitel 3 DEFINE - Strategie und Synthese
1. Die Kommunikation
Touchpoints: die Kontaktpunkte einer Marke
Der Customer Life Cycle
Die Customer Journey
Moments of Truth
MicroMoments
ServiceSysteme planen und gestalten
Service Design Sketches
MultiscreenErlebnisse
User Journey
Inhalte planen
Usergenerated Content
Liquid Experiences und TransmediaStorytelling
Geschäftsmodelle generieren
Value Proposition
LEGO Serious Play
2. Das Markenerlebnis planen
Markenpositionierung
think moto Brand BIOS© ein Modell für dynamische Markenführung
Markenbedeutung: das Warum einer Marke
Marke und Gesellschaft
Positionierung im Marktumfeld
Markenpositionierung nach Lebenswelt
Lebenswelten vs. Behaviour
Verhaltensarchetypen
Brand Filter als Richtlinien für die interaktive Gestaltung
Das visuelle Markenleitbild in Form von Moodboards
3. Das Nutzererlebnis planen
Konzeptmodell
Konzeptmodelle visualisieren
Die JoyofUsePyramide
Das Zugangskonzept
Site Maps und Content Maps
User Task Flows
4. Ideen generieren
Die kreative Leitidee
Ideen für Produkte und Services
Kreativmethoden
Brainstorming
Crowdsourcing
CoCreation
weitere Methoden
Ideen auswählen und interpretieren
Ideen bewerten und vermitteln
5. Maßnahmen definieren
Maßnahmenkatalog
Messbarkeit von Maßnahmen
ProduktBacklog
Story Mapping
Sprint Backlog
Creative Brief
Kapitel 4 DESIGN - Konzeption und Gestaltung
1. Design Direction & Detailed Design
Design Direction Präsentation (DDP)
Detailed Design Dokumentation (DDD)
Design präsentieren
Agile Produktentwicklung in Design Sprints
Minimum Viable Product
Vom Minimum Viable Product zum Minimum Lovable Product
Minimum Viable Brand
2. Grundlagen von Branded Interaction Design
Vom GUI zum NUI
Interaktion mit Touchscreens
Freie Gesten
Hürden und Herausforderungen
NUI: Natural UI oder No UI?
Maschinen lernen
Der menschliche Körper als Interface
Zusammenspiel mehrerer Interfaces
Klassische Markensignaturen verändern sich
Neue Markensignaturen
Marken brauchen Haltung - auch politisch!
Big Data für Branded Interactions
Algorithmen und Big Data als Markensignaturen
3. Screenbasierte Interaktion gestalten
Das Nutzererlebnis gestalten
Informationsarchitektur von bildschirmbasierten Anwendungen
Wireframes
Wireframes für Responsive Design
Wireflows
Storyboards
Von der Seite zum Atom: Atomic Design
UX Design Pattern
Gamification
MikroInteraktionen
Digitale Anwendungen im medialen Verbund
Die Oberfläche gestalten
Der erste Entwurf
Unterschiedliche Entwürfe
Raster und Seitenaufbau
Look & Feel
Komposition einer Seite
Typografie
Header
Dynamische Gestaltungssysteme
Form follows function: Visuelle Kategorien in grafischen Interfaces
Interaktionselemente
Inhaltliche und funktionale Module
Metaphern
Simplicity
Flat Design
4. Interaktion im Raum gestalten
Die Infosphäre: unsere digitale Umwelt im realen Raum
Eigenschaften raumbasierter Medien
Multisensorische Nutzererlebnisse erfordern interdisziplinäre Teams
Den Raum und den Ort verstehen
Interaktionsmuster ableiten
Storytelling im Raum
Von der Rauminszenierung zum Event
Vier Formate für Markeninteraktionen im realen Raum
5. Virtual und Augmented Reality gestalten
RealityVirtuality Continuum
Augmented Reality gestalten
Anwendungsbereiche für Mobile AR
Wearable ARAnwendungen
Virtual Reality gestalten
Virtual RealityAnwendungen
Vertr„glichkeit von VR
Gestaltungsaspekte für Virtual Reality im šberblick
6. Konversationen gestalten
Chatbots: Text vs. Voice
Conversational User Interfaces
Vorteile von CUIs aus Nutzersicht
Vorteile und Herausforderungen aus Markensicht
Die Persönlichkeit eines Chatbots
Wissen und Fähigkeiten von Chatbots
Conversational User Interfaces benötigen neue "Desig"-Skills
Fünf Schritte für die Gestaltung von markengerechten Konversationen
7. Smart Things und das Internet der Dinge gestalten
Was Smart Things auszeichnet
Markenprodukte im Zeitalter des Internet der Dinge
Der Brand Fit und die richtige Produktkategorie
Intimität zwischen Nutzer und Markenprodukt
Smart Things und MikroInteraktionen
Die Marke verändert sich entlang der User Journey
Herausforderungen für Marken
8. Prototyping
Mockups
Interactive Prototyping für Websites und Apps
Im Browser gestalten
Prototyping für Chatbots
Prototyping für Virtual Reality
Video Prototyping
Service Experience Prototyping
Physical Prototyping
DoItYourself Prototyping
Hackathons
9. Testing
Akzeptanztest mit der Zielgruppe
Usability Testing
UserExperienceTesting
Try it yourself
5 Whys
A/BTests
Fake Door Testing
Demo Day
Kapitel 5 1. Branded Interaction DesignSysteme entwickeln
Anwendergruppen von DesignSystemen
Vorgehen bei der Entwicklung von DesignSystemen
DesignPrinzipien
Design Pattern
Besonderheiten digitaler Medien
2. Styleguides erstellen
Wieviele Styleguides braucht eine Marke?
StylesheetVorgaben und Styleguide Poster
Styleguide online bereitstellen
Inhalt und Aufbau eines WebsiteStyleguides
3. Pattern Libraries erstellen
PatternBibliotheken
Interaction Guidelines
Von der Pattern Library zum Living Styleguide
Mehrere Marken - eine Experience
4. Die Produktion begleiten
Gap Analyse und Modulliste
Qualitätssicherung
Inhalte einpflegen
5. ProjektLaunch und Nachbesprechung
Den Launch planen
Projektnachbesprechung
Retrospective durchführen
Feiern gehört dazu
Fallstudie anlegen
Kapitel 6 1. BIxD implementieren
BIxD vermitteln
Warum statt Was
Mitarbeiter schulen
Formate für Trainings und Schulungen
Brand Engagement Konzepte
Storytelling
Einen Rollout planen
2. BIxD bereitstellen und steuern
Design am Projekt entwickeln
BrandManagementPortal oder BrandManagement™kosystem?
Brand Book
Brand Hub
3. BIxD weiterentwickeln
Das Produkt agil weiterentwickeln
Lean UX
Die Marke agil weiterentwickeln
Brand Review Meetings
Setup für ein agiles Brand und DesignManagement
Testen
Messbarkeit und KPIs für Markensignaturen
Trends und Entwicklungen beobachten
Design Fictions
Anpassungen des Produkt oder ServiceModells
Die weitere Zusammenarbeit
4. BIxD und kultureller Wandel
Designer als Agenten einer neuen Unternehmenskultur
Vier neue Mindsets für Unternehmen
Marken für Menschen
Good Practise
Leseempfehlungen
Bildnachweis
Dank

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