Blick ins Buch

Über das Buch

Die heutigen Satzzeichen gehen im Wesentlichen auf Aldus Manutius zurück, der im 15. Jahrhundert als »König der Drucker« galt. Nach 500 Jahren ist es Zeit für einige neue Zeichen, die Typojis!

Verleihen Sie Ihrer schriftlichen Kommunikation mehr Klarheit! Bauen Sie Missverständnissen vor, indem Sie Unter- und Zwischentöne durch neue Satzzeichen zum Klingen bringen.

In einer globalen Welt, in der die schriftliche Kommunikation durch WhatsApp und Co der mündlichen längst den Rang abgelaufen hat, sagen diese neuen Zeichen der Fehlinterpretation Ihrer Texte den Kampf an – und eröffnen Ihren Worten neue Welten.

Wie viel reicher und klarer wird die schriftliche Kommunikation, wenn dank Walter Bohatsch von nun an 30 weitere Satzzeichen diesen und andere Sätze mit neuen Bedeutungen aufladen können? Und wie hilflos wird uns ein zwinkernder Smiley aus drei Satzzeichen vorkommen, wenn wir unseren Aussagen mit einem einzigen eleganten Zeichen einen ironischen Touch geben können – oder Autorität verleihen …

Missverständnissen vorbeugen

Um sicherzugehen, dass unser unsichtbarer Gegenüber die feine Ironie einer kurzen Nachricht erkennt, »basteln« wir Smileys, malen mit den Fingern »Gänsefüßchen« in die Luft und greifen zu anderen eigentlich bemitleidenswerten Hilfsmitteln. Wie viel einfacher wäre es, wenn uns Satzzeichen zur Verfügung stünden, die unmissverständlich auf einen ironischen, pessimistischen oder enthusiastischen Unterton des Textes hinwiesen?

Warum Gestalter manchmal voran gehen müssen

Die Arbeitsteilung zwischen den Entwerfern von Schriften und Zeichen und denjenigen, die sie anwenden, trägt vermutlich die Schuld daran, dass der Wunsch der Sprachwissenschaftler verhallte. Nun nimmt sich ein Gestaltungsprofi des Themas an und entwirft prototypische Satzzeichen. Wir hoffen, dass das Buch zu den Typojis die Idee weiter trägt, dass Walter Bohatsch seine Gestaltungsideen für die neuen Satzzeichen früher oder später frei gibt – und dass wir bald in neuen Fonts nicht nur das große ß, sondern auch neue Satzzeichen finden.

Weil eine differenziertere Kommunikation dazu beiträgt, dass Menschen einander besser verstehen!

Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Walter Bohatsch: Einige neue Zeichen
warum wir mehr Satzzeichen brauchen
Kapitel 2 Gabriele Reiterer: Sprache und Emotion
Und der Wunsch nach Klarheit
Kapitel 3 Ernst Strouhal: Antizipation der wissenschaftlichen Einordnung der Typojis im Jahre 2076
Die Sonderstellung der Typojis in der Geschichte der Schrift
Kapitel 4 Neue Satzzeichen, die Missverständnisse vermeiden helfen:
Optimismus
Pessimismus
Untertreibung
Übertreibung
Sympathie
Antipathie
Enthusiasmus
Skepsis
Seriosität
Toleranz
Ignoranz
Überraschung
Enttäuschung
Solidarität
Ablehnung
Weisheit
Naivität
Verehrung
Langeweile
Verachtung
Neugierde
Autorität
Provokation
Verführung
Herausforderung
Sehnsucht
Bescheidenheit
Geheimnis
Empörung
Ironie

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