Blick ins Buch

Über das Buch

Die Fragen des Alltags scheinen uns alltäglich und »alltäglich« wird zum Synonym für »banal«. Der Alltag aber ist die Zeit, in der wir unser Leben verbringen! Die Form, die wir dem Alltag geben, entscheidet darüber, ob das Leben gelingt. Genau da setzt Formbewusstsein an:

Mit profundem Wissen und in allgemeinverständlicher Form beleuchtet Frank Berzbach die Form der Beschränkung und die der Ernährung. Er setzt sich mit der Form der Liebe und der Mediennutzung auseinander und regt an, über Form und Bedeutung von Kleidung und Besitz nachzudenken. Formbewusstsein ist ein liebevolles Plädoyer für den bewussten Umgang mit sich selbst und anderen, mit den Medien, der Nahrung und den Dingen. Es ist ein philosophisches Essay in verständlicher Sprache, Anregung zu Achtsamkeit und Beschränkung. Es ist Denkanstoß und eine Liebeserklärung an das Leben!

Nach den sensationellen Erfolg der Kunst, ein kreatives Leben zu führen widmet Frank Berzbach seine Aufmerksamkeit den alltäglichen Dinge und vernetzt sie. Er gibt ihnen ihre grundlegende Bedeutung zurück und ordnet sie in größeren Kontext.

Was ist schon ein gesundes Frühstück gegenüber »one more thing«. Wie unwichtig scheint uns eine liebevolle Geste gegenüber dem Partner, der Nachbarin, dem Kollegen im Vergleich zu unseren bedeutenden Zielen? Wer Wert auf Kleidung legt, wird schnell als »oberflächlich« abgetan und »wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen«. Frank Berzbach geht den Dingen auf den Grund, er denkt weiter und hinterfragt. Und manches, was nur Kleinigkeiten zu sein scheinen, trägt in sich die Chance bedeutender Veränderungen hin zu einem besseren, bewussteren Leben.

Zu Gestaltung und Ausstattung

Ebenso wie Kreativität aushalten und die Kunst, ein kreatives Leben zu führen hat Katrin Schacke auch Formbewusstsein gestaltet. Sie hat die Texte von Frank Berzbach schon während der Lektorats-Phase gelesen und Moodboards erstellt, durch die sich ein Materialmix aus rau und glatt, organisch und anorganisch zog. Das grobe graue Leinen schien uns  speziell gut zur klaren Analyse von Frank Berzbach zu passen. Das Marmorpapier ein idealer Kontrast. Dass ein auf diese Art gebundener Leinenband oben und unten etwas ausfranst, war uns bewusst und wir finden, das passt zum Leben und zum Alltag.

Wie in den beiden anderen Bänden wollten wir besonders starke Sätze highlighten, uns aber natürlich gestalterisch nicht wiederholen. So bekamen die besten Sätze diesmal eigene Seiten.

Im Format sind die drei Bücher gleich, sie bekommen so einen buchgeschwisterlichen Zusammenhalt bei größtmöglicher Individualität.

Abgrenzung der Berzbach-Bücher untereinander

Immer wieder werden wir gefragt, welches der drei Bücher von Frank Berzbach wir in welchem Kontext empfehlen. Deshalb hier der Versuch einer Abgrenzung: Kreativität aushalten ist unser erstes gemeinsames Buch und geht den Fragen des beruflichen Alltags von Kreativen auf den Grund. Es wendet sich sehr klar an kreativ Tätige die wertvollen Hinweise sind zu einem großen Teil berufsbezogen.

Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen ist – wie der Untertitel schon sagt – eine Anregung zur Achtsamkeit. Die ist vielleicht für Kreative besonders wichtig, weil sie dazu neigen, alles (!) zu geben, aber wertvoll ist eine solche Anregung auch für alle anderen. Das Buch ist in der Kreativszene zu Hause, eroberte aber von dort aus in bislang 8 Auflagen weit größere Kreise.

Formbewusstsein geht noch mal einen Schritt weiter. Es spricht Kreativen in manchen Aspekten ganz besonders aus dem Herzen hat aber keine spezielle Verankerung mehr im Kreativalltag – abgesehen davon, dass auch der schöner wird, wenn er bewusst gelebt wird …

Leserstimme

»Nicht belehrend sondern unterhaltsam bringt uns Berzbach zum Nachdenken und Hinterfragen. Seiner zentralen These folgend, wonach die Form immer auch Einfluss auf den Inhalt nimmt, hat auch der Verlag bei der Gestaltung des Buches Formbewusstsein bewiesen. Es war ein die Sinne ansprechendes Vergnügen, dieses Buch zu lesen!«

Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Form der Beschränkung
»äußere Begrenzungen bedingen oft innere Freiheiten« Sophia Stephani
Kapitel 2 Form der Ernährung
»Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Form der Ernährung etwas Belangloses sei. Wir nehmen diese Form sogar in uns auf – wie könnte das belanglos bleiben?«
Kapitel 3 Form der Liebe
»Liebe ist kein Gefühl, sondern ein Tun« Brenda Shoshanna
Kapitel 4 Form der Medien
»Entspannung bedeutet, sich aktiv auf etwas anders einlassen zu können. Es bedeutet nicht, sich zerstreuen zu lassen«
Kapitel 5 Form der Kleidung
»unsere Kleidung sendet Signale, sie ist nonverbale Kommunikation«
Kapitel 6 Form des Besitzes
»das Haben ist also keine Alternative zum Sein, es ist formgebend und wichtiger Teil des Soseins«

Dazu passt ...