Blick ins Buch
Die Geister, die wir riefen…
»Alles bald KI?« erscheint im September. Sie können das Buch schon jetzt per E-Mail vorbestellen.
Chat GPT, Gemini, Claude, DeepSeek oder Copilot bestimmen unseren Alltag. Künstliche Intelligenz weiß Antwort auf alle Fragen, sie wird zum wichtigen »Gesprächspartner«, zum Ghostwriter, verständnisvollen Freund, allmächtigen Copiloten. In rasanter Geschwindigkeit verändert Künstliche Intelligenz, wie wir arbeiten, leben und denken.
Das bringt neue Chancen mit sich – und birgt Gefahren.
Umso wichtiger, dass sich kluge Menschen aus Technik, Forschung, Medien und der Buchbranche zusammensetzen und austauschen. Mit Mut zu Kontroversen und kompetent moderiert. Mit klarem Blick auf die Chancen und Risiken und der Bereitschaft, die langfristigen Folgen der aktuellen Convenience zu beleuchten.
So wie der Club of Rome vor über 50 Jahren dem Wirtschaftswunderland die Grenzen des Wachstums aufzeigte, könnte die Darmstädter Deklaration zum verantwortungsvollen Umgang mit KI in Wissensarbeit und Literatur ein Umdenken anregen von teils naiver Bequemlichkeit zu nachhaltigem Respekt vor geistiger Arbeit – und intellectual property.
Wie innovativ ist Diebstahl?
Wie verändern sich die Gesellschaft und persönliche Beziehungen durch massenhafte nicht-mehr-menschliche Kultur und Kommunikation?
Alles bald KI? trägt Positionen und Fachwissen und Standpunkte zusammen. Die Herausgeberinnen Nina George und Petra Gehring erörtern mit Journalist:innen und Schriftsteller:innen, wie sich Geistes- und Wortarbeit durch maschinell produzierte Sprache verändert. Sie vermessen mit Forschenden und Lehrenden die Folgen für Lernen, Verstehen und Denken, diskutieren mit Jurist:innen, Theolog:innen und Zivilgesellschaft Regulierungsvorschläge – und schauen mit Philosoph:innen und IT-Expert:innen in den Maschinenraum generativer Technologie.
Alles bald KI? ist Weckruf, Sachbuch, Entzauberung und vielstimmiges Meinungsbild zugleich.
Für eine aufgeklärte, für eine menschliche Zukunft.
Alles bald KI? ist die Dokumentation einer Fachtagung, die Sie vielleicht versäumt haben. Die Dokumentation erscheint bewusst als Buch, weil langsames Lesen das kritische Denken fördert, während YouTube-Schnipsel die Zuschauer:innen latent zu Konsument:innen machen. Und weil kritisches Denken nötig ist, um die Weichen für die Zukunft verantwortungsvoll zu stellen. Nicht alles, was heute bequem ist, werden wir morgen rückblickend für richtig halten. Nicht alles, was die Algorithmen einspielen, bringt uns wirklich weiter. Nicht alles, was schnell ausgespuckt wird, zeigt nachhaltige Wirkung.
Wenn wir auf die Fragen unserer Kinder und Kindeskinder irgendwann Antworten haben wollen, ist es nötig, sich heute mit den Folgen dessen auseinanderzusetzen, was Künstliche Intelligenz in Gesellschaft und Kultur, in Literatur und Kreativwirtschaft, in Wissenschaft und Ethik verändern, ja auch zerstören wird. Noch wichtiger ist es, die neue Superkraft KI – die ja nicht etwa in den Händen einer demokratisch gewählten Regierung liegt, sondern in den Händen weniger Tech-Milliardäre – wo nötig auch in die Grenzen zu weisen. Und eine Zukunft zu gestalten, in der wir leben wollen.
Dazu kann dieses Buch beitragen.
Zu Sprache und Leser:innen-Ansprache
Dieses Buch bannt eine anregende Konferenz auf 380 Seiten in eine handliche achtseitige Broschur. Im ersten Moment mag die gesprochene Sprache, die für diesen Band transkribiert wurde, irritieren. Im zweiten Moment überzeugt diese sprachliche Form, denn sie involviert. Und wie wir die Regeln für Künstliche Intelligenz verhandeln, das ist ein Thema, das jede:n von uns angeht. Bleiben Sie also nicht außen vor! Lesen Sie nicht nur, was in Darmstadt gesagt wurde, sondern nutzen das Buch als Denk- und Handlungsanstoß! Demokratie heißt die Herrschaft des Volkes. Und wenn »die da oben« etwas zu leichtfertig mit dem größten Datenklau der Geschichte umgehen, kann es sein, dass wir uns in klaren Worten zu Wort melden müssen, um die Zerstörung geistiger Arbeit zu verhindern.
Zu Gestaltung und Ausstattung
Eva Unterhaslbergers gestalterisches Talent fiel uns ins Auge, als sie sich für ein Herstellungs- und Gestaltungspraktikum bei uns bewarb. Ein halbes Jahr arbeitete sie an der Seite von Bertram Schmidt-Friderichs und lernte seine detailtypografischen Ansprüche und konzeptionellen Denkansätze kennen. Wir lieben es, junge Talente zu entdecken und zu fördern. Und wer sich im Zusammenarbeiten engagiert, dem oder der bleiben wir verbunden. Danke, Eva Unterhaslberger, für die Konzeption und Gestaltung von Alles bald KI?
Danke an Gmund für das grellgrüne Einbandmaterial, das übrigens auch auf der anderen Seite eine super Farbe und Oberflächenstruktur bietet. Und danke an die Gutenberg Beuys in Langenhagen bei Hannover: In zwei Sonderfarben Text und Bilder zu drucken, ist immer eine gewisse Herausforderung! Mit kompetenten Herstellungspartnern wird diese Herausforderung zum Vergnügen!
Alles bald KI?
Gegen die Zerstörung geistiger Arbeit
Wie Künstliche Intelligenz Recht, Sprache und Demokratie verändert
unter Mitarbeit von Jörn Laakmann und Viet Anh Nguyen Duc
380 Seiten mit 26 Duplex-Abbildungen,
durchgehend in zwei Sonderfarben (neongrün und kobaltblau) gedruckt
Format 15,7 x 19 cm
Klebegebundene, achtseitige Klappenbroschur mit offenem Rücken und doppelter Prägung (folien- und hochgeprägt) Einbandmaterial: Gmund Action Nuclear Acid, ein durchgefärbtes, oberflächenbehandeltes Material, das alle anderen Grüntöne blass aussehen lässt
Sie können das Buch hier im Shop, in Ihrer Lieblingsbuchhandlung und online auf genialokal.de bestellen.









