Blick ins Buch

Über das Buch

Je vielfältiger und lebendiger die Welt der Schrift wird, desto wichtiger ist es, einen Blick für die Schriftform zu bekommen, die Schriftfamilienverhältnisse zu kennen und ein zuverlässiges Navigationssystem für den Schriftendschungel zu haben.

Nicht nur für Studierende und Azubis, die hier Prüfungswissen übersichtlich und einprägsam aufbereitet bekommen. Sondern auch für Autoren, Büro-Mitarbeiter und alle anderen, die Schriftentscheidungen nicht allein aus dem Bauch heraus treffen wollen.

Warum orientiert sich Schriften erkennen an der DIN-Klassifikation, ist die nicht als Abgrenzung unscharf geworden?

Schriften erkennen orientiert sich an der DIN-Klassifizierung, weil die sich als Kommunikationsbasis bewährt hat. Auch wenn die Zuordnung komplexer Schriftsippen von den Typedesignern selbst inzwischen die starren Grenzen der DIN verwischen, gibt es Menschen, die Ordnung und Struktur brauchen, erstmal eine gute Orientierung, anhand der DIN zu klassifizieren. Darin unterscheidet sich Schriften erkennen übrigens vom Wegweiser Schrift, der der DIN eine Form-Stil-Matrix entgegenstellt. Für Mediengestalter ist die DIN-Klassifizierung immer noch Prüfungs-Grundlage.

Was hat es mit dem Cover auf sich?

Wie wichtig die Wahl der richtigen Schrift ist und wie viel sie unbewusst kommuniziert, zeigt Daniel Sauthoff eindrucksvoll auf dem Cover. Viel Freude mit dem Corporate-Type-Contest und willkommen in der Welt der Schrift!

Kein anderer Titel ist so eng mit der Geschichte von Schmidt verwoben wie Schriften erkennen.

Es war das erste Typo-Know-how-Buch, das Bertram Schmidt-Friderichs verlegte. Willbergs Overheadfolien, ­– heute vollkommen unvorstellbar – wurden einseitig auf rechte Seiten gedruckt. Weil es so gut wie keine Einsteigertitel zu Schrift gab und sich das ändern sollte – und mehr Material nicht da war.

Schriften erkennen nahm Fahrt auf. Wurde vielfach überarbeitet. Bekam natürlich linke Seiten. Wurde aktualisiert. Ergänzt. Neu aufgelegt. Inzwischen 13 Auflagen und über 30 Jahre lang. Der Titel bekam im Verlag viel Konkurrenz. Außerhalb des Verlages auch 😉 und er blieb beharrlich auf den Spitzenplätzen der Literaturlisten. Bekam mehrmals ein neues Cover. Generationen von Gestaltern erschlossen sich mit diesem Buch die Welt der Schrift. Empfahlen das Buch jungen Kollegen und interessierten Laien. Und machten Schriften erkennen unsterblich…

Dafür DANKE!

 

ausgezeichnet unter den Schönsten Deutschen Büchern

Inhaltsverzeichnis
Kein x für ein u
Wer die Wahl hat
Zur Geschichte der Schrift
Schriftfamilienverhältnisse
Die Kursive
Kapitälchen und Ziffern
Renaissance-Antiqua
Beispiele Venez.Ren.-Antiqua
Beispiele Franz.Ren.-Antiqua
Ist die Garamond die Garamond?
Barock-Antiqua
Beispiele Barock-Antiqua
Großfamilie
Klassizistische Antiqua
Beispiele Klassizistische Antiqua
Der Einfluß der Technik
Serifenbetonte Linear-Antiqua
Beispiele Serifenbetonte Linear-Antiqua
abgeleitet von der Klass. Antiqua
Zeitungsschriften
abgeleitet von der Ren.-Antiqua
konstruiert
Serifenlose Linear-Antiqua
Beispiele Serifenlose Linear-Antiqua
Klassizistischer Charakter
Renaissance-Charakter
»Amerikanische Grotesk«
konstruiert
Die Helvetica ist nicht die Helvetica
Über die Lesbarkeit
Antiqua-Varianten
Schreibschriften
Handschriftliche Antiqua
Gebrochene Schriften
Beispiel Gotisch
Beispiel Rundgotisch
Beispiel Schwabacher
Beispiel Fraktur
Schriften von Gutenberg
Computerschriften
Schrift-Sippen
Beispiele Schrift-Sippen
Welche Gruppe – welche Schrift?
Literatur

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